Tipps für die erste Reise nach Indien

Tipps für die erste Reise nach Indien

- in Asien
1941
-Anzeige-
Taj Mahal© saiko3p -Fotolia.com

Indien ist das erklärte Traumziel mancher Weltenbummler. Hier präsentiert sich dem Urlauber eine Vielfalt an Landschaften und eine besondere Kultur, die sich maßgeblich von den Bräuchen in Europa unterscheidet. Die Religion ist im Land ein wichtiges Thema, rund vier Fünftel der Bevölkerung bekennen sich zum Hinduismus. Daher sollte man sich vor der ersten Reise nach Indien genau über die Verhaltensweisen im Land erkundigen. Da man sicher nicht jedes Jahr eine Reise nach Indien bucht, möchten Reisende natürlich so viele Fotos wie möglich mit nach Hause nehmen. Manche Reisende, die zum ersten Mal nach Indien kommen, wissen nicht wie heikel das Fotografieren in dem Land ist.

Wer militärische Einrichtungen, Flughäfen oder Brücken ablichtet, riskiert hohe Geldstrafen. Besucht man Sehenswürdigkeiten, sollte man nach Informationstafeln mit Hinweisen über ein mögliches Verbot Ausschau halten. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Bekleidungsvorschriften. In Sakralbauten wie Moscheen oder Tempel wird auf angemessene Kleidung Wert gelegt. Außerdem werden Besucher von Heiligtümern dazu angehalten, ihre Schuhe auszuziehen. Anders als in Europa sollte man sich in Indien dezent kleiden, wenn man in der Öffentlichkeit auftritt. Standbekleidung und kurze Hosen werden in den Resorts an den Badeorten toleriert, beim Sightseeing hält man sich jedoch besser bedeckt.

Klimatische Bedingungen

Nimmt man die Bergregionen aus, findet man in Nord- und Zentralindien subtropisches Klima vor. Diese Zone ist geprägt von großen Temperaturunterschieden, auf die sich jeder Urlauber einstellen sollte. Bereist man das Land im Dezember oder Jänner, fallen die Temperaturen in den Tiefebenen auf bis zu 10 Grad, während es von April bis Juni mit über 50 Grad brütend heiß werden kann. Im Winter gehören warme Pullover, Hosen und Jacken unbedingt ins Reisegepäck. Als beste Reisezeit für Nordindien gilt der Herbst. Dann ist es tagsüber nämlich angenehm warm und es kühlt während der Nachtstunden nicht extrem ab. Im Sommer kommt es durch den indischen Monsun zu erheblichen Niederschlagsmengen. Die extrem hohe Luftfeuchtigkeit belastet den menschlichen Organismus. Wer eine Reise nach Südindien plant, sollte sich das ganze Jahr über auf warmes Wetter einstellen. Während der Wintermonate bleibt es im Süden Indiens überwiegend trocken, daher wird diese Jahreszeit von Kennern empfohlen.

Zur Buchung

Was ist vor der Abreise zu erledigen?

Nimmt man an einer von einem Reiseveranstalter organisierten Rundreise teil, muss man sich um weit weniger Formalitäten kümmern als wenn man das Land auf eigene Faust erkunden will. Da in Indien für Reisende aus Deutschland Visumpflicht herrscht, muss man sich rechtzeitig um einen entsprechenden Sichtvermerk kümmern. Seit Ende 2014 ist es möglich, ein elektronisches Visum zu erhalten. Den Antrag darauf muss man spätestens vier Tage vor der geplanten Abreise stellen. Das elektronische Touristenvisum (e-TV) berechtigt zu einer maximalen Aufenthaltsdauer von 30 Tagen.

Achtung
Besonders wichtig ist, bei der Ankunft auf dem indischen Flughafen darauf zu achten, dass der Pass mit einem entsprechenden Einreisestempel versehen wird. Fehlt dieser Eintrag, kann es bei der Ausreise zu Schwierigkeiten kommen.

Obwohl für Indien keine Impfvorschrift gilt, macht es dennoch Sinn, sich vor gewissen Krankheiten zu schützen. Reisemediziner empfehlen eine Auffrischung der Diphtherie, Tetanus und Polio Impfung, außerdem sollte man sich vor Tollwut, Cholera, Hepatitis A und Typhus schützen. Das Mitführen einer Malaria-Prophylaxe wird ebenfalls angeraten. Niemand möchte während des Urlaubs krank werden, dennoch ist eine Reiseapotheke wichtig. Kaum jemand kann sich in entlegenen Gebieten verständlich machen.

Außerdem kann man selbst in Großstädten nicht davon ausgehen, in den Apotheken dieselben Produkte vorzufinden, wie man sie von zu Hause kennt. Fiebersenkende Medikamente, ein Mückenschutz, Tabletten gegen Durchfall und Verstopfung, Nasen- und Ohrentropfen, Medikamente gegen grippale Infekte und ein kühlendes Gel bei Sonnenbrand darf im Koffer keinesfalls fehlen. Auch ein kleiner Verbandskasten sollte Platz finden. Plant man eine Individualreise nach Indien, sollte man schon vorzeitig mit der Organisation beginnen. Verschiedene Airlines fliegen unterschiedliche Destinationen in Indien an. Wer vorzeitig bucht, kann viel Geld sparen.

Fährt man zum ersten Mal nach Indien, ist besonders wichtig, die Zollbestimmungen zu kennen. Teure Gegenstände wie Laptops oder Videokameras müssen bei der Einreise deklariert werden. Dafür werden spezielle „Tourist Baffafe Re-Export Forms“ zur Verfügung gestellt. Dieses Formular sollte man sorgfältig verwahren, da man es bei der Ausreise wieder vorlegen muss. Es macht wenig Sinn, schon in Deutschland Euro in die Landeswährung, die indische Rupie zu wechseln. Die Ein- und Ausfuhr der Rupie ist nämlich verboten. Fremdwährungen darf man jedoch in unbegrenztem Wert mitnehmen. Führt man Bargeld oder Reisechecks von mehr als 5.000 USD ein, muss man den Betrag bei der Einreise deklarieren. In den Geschäften und Restaurants der Großstädte kann man mit den gängigen Kreditkarten Visa, Mastercard, Diners oder American Express bezahlen. Beim Einkaufen von Souvenirs sollte man den Einkaufswert beachten. Man darf Mitbringsel nur bis zu einem Wert von 4.000 indischen Rupien ausführen.

Zur Buchung