Freitag , 29 August 2014
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Berlin vorgestern – Zeitreise in die DDR-Vergangenheit

SchlossAm 15. Februar 2012 verkündete Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit stolz, dass erstmalig die 10 Mio. Grenze bei den Berlinbesuchern in 2011 geknackt wurde. Berlin gehört zu den dynamischsten Metropolen Europas und liegt auf Platz 3 direkt hinter London und Paris.

In keiner anderen Stadt der Welt kann der kalte Krieg und der Einfluss von Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Amerika so hautnah erlebt werden, aber Berlin hat noch viele weitere Vorteile, die Touristen zu schätzen wissen. In Berlin lebt es sich günstig – und davon profitieren auch die Berlinbesucher, Hotels sind erschwinglich und in allen Kategorien verfügbar, die Eintrittspreise für die Sehenswürdigkeiten moderat und es gibt Arrangements, die weitere Einsparungen zulassen.

Um alles zu entdecken, was Berlin bietet braucht man Jahre, aber an einem Wochenende kann man sich einen Überblick verschaffen und für die Details wird die nächste Reise nach Berlin eingeplant.

Die meisten Sehenswürdigkeiten finden sich im Zentrum City-Ost und City-West, hier bietet sich eine Fahrt mit dem Bus 100 an, der fährt vom Alexanderplatz City-Ost zum Bahnhof Zoologischer Garten in der City-West und kommt an allen Sehenswürdigkeiten vorbei, die auf der üblichen Touristenstrecke liegen.

Berlinbesuchern, die sich für die jüngere Vergangenheit interessieren, sei ein Spaziergang durch Alt-Pankow empfohlen. Das Dorf Pankow wurde 1230 erstmalig erwähnt, beherbergt auf dem Dorfanger eine der ältesten Kirchen Berlins ebenfalls von 1230, die auf den Grundmauern einer noch älteren Kirche erbaut sein soll, besitzt ein schönes Rathaus von 1903 mit sehenswerter Stuckornamentik im Entrée und Treppenaufgang mit Jugendstillampen und viel Golddekoration.

Alt-Pankow war der Wohnsitz der führenden Funktionäre der DDR, das Schloss Schönhausen diente als Gästehaus. Die bekannteste Bewohnerin des Schlosses Schönhausen  war Elisabeth Christine, die ungeliebte Ehefrau Friedrich des Großen. Im Erdgeschoss des Schlosses wurde eine Reihe von Räumen aus der Zeit Elisabeth Christines mit wertvollen Ausstellungsstücken, wie originale Kamine, Spiegelrahmen, Paneele, Tapeten und Möbeln wieder hergestellt. Der Festsaal zeigt das einzige komplett erhaltene Rokoko-Interieur Berlins.

Nach der Gründung der DDR gab die Sowjetunion das Schloss zurück und es wurde zum Amtssitz des Präsidenten Wilhelm Piecks und diente fortan der Selbstdarstellung des Staates. Im Schloss Schönhausen wurden in der Zeit der DDR – Staatsgäste wie Fidel Castro, Ho Chi Minh, Indira Ghandi und Nikita Chruschtschow beherbergt, einer der letzten Gäste war Michail Gorbatschow und Frau. Im Obergeschoss stehen dem Besucher die Repräsentationsräume aus der DDR Zeit zum Besuch offen. Hier werden das Staatsgästeappartement und das Mobiliar des Arbeitszimmers von Wilhelm Pieck präsentiert.

Direkt an den Schlossgarten grenzt der Majakowskiring, hier wohnten die Funktionäre der DDR, umgeben von einer Mauer, die dieses kleine Gebiet von der Welt abschirmte, die Berliner bezeichneten es als „Städtchen“. Erst als Margot Honecker, Ministerin für Volksbildung 1963-1989 mit dem Spitznamen „Miss Bildung“ und aufgrund ihrer lila Haartönung „lila Drache“ und Ehefrau von Erich Honecker, aus Wandlitz bei Berlin in den Majakowskiring zurück siedeln wollte, wurde die Mauer abgerissen. Neben den Funktionärsvillen finden sich auch die Wohnhäuser der Dichter und Denker der DDR im Majakowskiring.

Zum Thema „jüngste Vergangenheit“ bietet sich ein Besuch im DDR-Museum in Mitte an.

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