Esskultur in Rom

Esskultur in Rom

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Straße in Rom
Andrea Damm / pixelio.de

Wer nach Rom reist, hat viel zu entdecken – sowohl architektonisch als auch kulinarisch. Und was gibt es schon schöneres, als sich nach einem langen Tag voller Erkundungen zwischen Kolosseum, Forum Romanum und Petersdom in ein gemütliches Restaurant zu setzen und die Spezialitäten Roms zu genießen?

Bekannt ist, dass die Italiener auf ihre Küche besonders stolz sind. Sie sind die Erfinder der Pizza, der Ravioli und des Tiramisú. Es gibt jedoch eigentlich keine einheitliche italienische Küche. Die Spezialitäten variieren von Region zu Region, in denen sie unabhängig voneinander entstanden. Rom bietet jede Menge Köstlichkeiten – eine riesige Auswahl an Gerichten mit Prosciutto, Pecorino, Ruccola oder Ricotta, eine unendliche Vielzahl an Pastasorten und Suppen, Omeletts und Fleischgerichten. Auf hochwertige Zutaten aller Gerichte wird überall großen Wert gelegt. Das ist den Römern wichtig und das Essen soll schmecken wie bei Mamma. Jeder Reisende, der das Land des Stiefels entdecken möchte, sollte sich auch die Vielfalt des Essens nicht entgehen lassen, das einen so wichtigen Teil des dortigen Lebens einnimmt.

Cappuccino oder Espresso?

Der römische Tagesablauf passt sich typischerweise den Mahlzeiten an. Das Frühstück fällt etwas kleiner aus, Cappuccino mit Brioche oder Cornetto. Wer nach 11 Uhr noch einen Cappuccino bestellt, wird schräg angeschaut, denn kein echter Italiener trinkt noch nach dem Frühstück den milchigen Caffè. Zum Mittagessen um genau 13 Uhr 30 wird häufig Pizza gegessen. Die gibt es in Rom überall, nicht nur in Restaurants, sondern auch an kleinen Straßentheken, zum Mitnehmen. Meister-Pizzabäcker bieten oft Kurse an, bei denen die Teilnehmer die Geheimnisse des guten Pizzabackens kennenlernen. Wer aber mehr als nur die lebhafte Gestik der Köche verstehen möchte, kann sich darauf mit einer ESL Sprachreise vorbereiten. Denn anstatt bei Unverständnis langsamer zu sprechen, werden Italiener gerne einfach nur lauter. Dadurch wird es schwer, mit den Einwohnern Roms richtig ins Gespräch zu kommen. Vor allem immer mehr junge Leute entdecken aber über Sprachreisen Italien für sich und lernen dadurch das Land und die Menschen näher kennen.

Das Abendessen ist die Hauptmahlzeit Italiens. Es erstreckt sich über mehrere Stunden und am liebsten wird in der großen Familienrunde gegessen. Die traditionellen Restaurantbesitzer Roms sehen es nicht besonders gerne, wenn hier nur eine Speise bestellt wird. Typisch sind mehrere Gänge, und zwar in einer festgelegten Reihenfolge. Die Gerichte werden dazu in der Speisekarte unterteilt. La Cena, das Abendessen, in ihrer vollen Ausstattung besteht aus dem Apperitivo und Antipasti, gefolgt vom ersten Gang, dem Primo (Piatto), – einem Nudel- oder Reisgericht – und dem zweiten Gang, dem Secondo, – entweder Fleisch oder Fisch. Die Beilage dazu muss separat bestellt werden. Zum Abschluss gehört immer der Nachtisch, oder auch Il Dolce. Wer jetzt noch einen Espresso trinken kann, hat erfolgreich eine typische italienische Mahlzeit abgeschlossen. Am Ende wird noch ein kräftiges „Buona!“ gerufen, damit auch der Koch zufrieden sein kann.

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