Kanada – eine Kulinarische Tour

Kanada – eine Kulinarische Tour

- in Kanada
789
-Anzeige-

KanadaVor 12.000 Jahren kamen die ersten Indianer nach Kanada, vor 5.000 Jahren folgten die Inuit, um das Jahr 1000 die Wikinger und etliche hundert Jahre später die Europäer. Selbst heute wandern die Menschen in dieses riesige Land ein, das fast so groß ist wie Europa. Es sind meist Asiaten, Afrikaner, Menschen aus der Karibik und Lateinamerika. Dass diese Mischung zu kulinarisch vielfältigen Leckereien führt, liegt auf der Hand. Es gibt Ballungsräume, Urwälder, Steppen und Berge. Die meiste Bevölkerung sammelt sich entlang der US-amerikanischen Südgrenze. Eine kulinarische Route sollte regionale Schätze bieten, dafür kann man beispielsweise im Osten in Montréal beginnen, über Ottawa nach Toronto, grenznah um die Großen Seen nach Winnepeg und weiter in die Zentren reisen, die jeder Sportbegeisterte kennt: Calgary und ganz im Westen Vancouver.

Zum Start in die Olympiastadt Vancouver

Man wählt am besten einen Mietwagen in Vancouver, um das Land zu erkunden, denn Kanada ist riesig und dünn besiedelt. Vancouver ist ein kultureller Schmelztiegel, so wie alle großen Zentren. Das erfuhren nicht nur Olympioniken und Fans. Entsprechend vielfältig ist die Küche. British Columbia, zu der Vancouver gehört, kreierte beispielsweise die Nanaimo Bar, eine zunächst regionale, inzwischen weitverbreitete süße Spezialität: eine Mischung aus Schokoladen-Brownies, Vanillepudding und dunkler Schokolade.

Französische Esskultur in Montréal

Montreal SkylineMontréal ist die größte Stadt in Quebéc. Französisch ist Amtssprache, entsprechend frankophil wird gespeist. Hier wie in ganz Kanada ist Ahornsirup zu Pfannkuchen, süßen Gerichten oder zu Wild allgegenwärtig, aber die französische Küche mit Lammgerichten, Speckbohnen und Fleischpasteten wie der Tourtière dominiert. Engländer und Ureinwohner haben ebenfalls kulinarische Spuren hinterlassen. So stehen Bisonsteaks, Ente oder Karibu sowie Meeresfrüchte aus dem St.-Lorenz-Strom auf dem Speiseplan. Der beliebte Atlantische Hummer wird dagegen eher in Kanadas Osten genossen. Weltberühmt ist der Apfel-Eiswein, ein Likör, auch als Apéritif geeignet. Unbedingt probieren sollten Reisende Poutine, die dicken Pommes frites mit Bratensoße und Cheddarkäse oder Mozzarella.

Vielfalt ist Trumpf

  • Ontario ist landwirtschaftlich geprägt und liefert unter anderem Ahornsirup sowie feinen Rot- und Weißwein. Alle Kanadier lieben es süß. So wird schon einmal hausgemachter Käse mit Marmelade serviert oder ein Salatmix aus Pfirsichen, Quinoa, Zwiebeln, Tomaten und grünen Salaten. Doch es geht auch anders: Bison mit Wildreis ist ein leckeres Gericht, das satt macht. Alternativ kommt Fisch auf den Teller, beispielsweise Saibling oder Goldaugen. Immerhin besitzt Ontario eine reiche Seenlandschaft.
  • Ansonsten werden hier über 100 unterschiedliche Länderküchen gezählt. Großstädte wie Toronto bieten unzählige Restaurants mit regionalem und weltweitem Angebot. Zum Abschluss eines schönen Abends darf es dann auch ein Canadian Club sein, ein traditionsreicher Whiskey, vor über 150 Jahren in dieser Stadt entwickelt.
  • Es geht weiter Richtung Westen. Über 1 100 Restaurants in Winnipeg, der Hauptstadt von Manitoba, verwöhnen die Reisenden. Hier wird Rindfleisch der Güteklasse Canada Prime angeboten, außerdem streiten sich die Gemüter, welches der Lokalbiere, Fort Garry oder Half Pints, das bessere ist. Alternativ warten unzählige Weinsorten.

Das Abenteuer ruft

In Saskatchewan wird das Land flach, der Himmel weit und es riecht nach Abenteuer und Cowboyromantik: kein Land für Vegetarier. Wer Viehzucht zu Pferd sowie Jagd und Fischerei betreibt, liebt sein abendliches Steak von Elch, Hirsch, Bär oder Bison. Und natürlich Fisch. Die Prärieregionen sind außerdem für ihre Beerenpies berühmt. Saskatchewan ist ein wichtiges Weizenland. Wer die Provinz bisher nicht kannte, wird begeistert sein.

In Alberta standen die Cowboys Pate für die Rocky Mountain Cuisine. Hier treffen sich flache Prärie und wilde Berge zu einer einzigartigen Naturkulisse. Entsprechend sind Rib-Eye-Steaks und einheimische Biere leckere Erfrischungen nach Stunden in freier Natur. Wie im ganzen Land warten wunderbare Nationalparks auf Besucher. Ansonsten bietet Calgary traditionsreiche Restaurants – auch hier sind es über 1 000 – mit regionalen, orientalischen, asiatischen und europäischen Gerichten.

Fotos: © laiquocanh (oben) und   © vlad_g (mitte) – Fotolia.com

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.