Der Südwesten Teneriffas

Der Südwesten Teneriffas

- in Kanarische Inseln
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Genau das Gegenteil des Nordens auf Teneriffa bietet der Südwesten der Vulkaninsel. Sonne, Strand und Urlaubsfreuden begegnen ihnen südlich des 1117 hoch gelegenen Erjos Pass im Teno Massiv. Wenn im Norden und Osten der Himmel bedeckt ist oder seine Schleusen öffnet, können sie im Südwesten die Sonne genießen und wahrlich ihren Familienurlaub auf Teneriffa genießen. Blauer Himmel über die gesamte Südwestküste von Los Gigantes bis hin zur Costa del Silencio sowie auch das gesamte Hinterland.

Früher war dieser Küstenabschnitt minderes Ackerland, welches den Brüdern einer Familie als Erbe zugewiesen wurden. Da brachten ihnen auch die Naturschönheiten, wie die atemberaubenden Felswände des Acantilado de Los Gigantes keinen echten Trost, wenn sich mit der Landwirtschaft kein Gewinn erzielen lässt. Als der Tourismus in den 70iger Jahren aufkam, wurde das schlagartig anders. Das mindere Ackerland war bei den Urlaubern heiß begehrt und erzielte plötzliche ungeahnte Höchstpreise. Es entstanden komplette Urlaubsstädte, Ferienwohnungen, Yachthäfen und natürlich auch Golfplätze für alle Golfsport Liebhaber. Dazu natürlich noch Attraktionen wie große Terrarien, Aquaparks und Kakteengärten. Über 5 Millionen Touristen kommen jährlich an die Südwestküste Teneriffas um sich an den künstlich aufgeschütteten, schwarzen Sandstränden von ihren Strapazen zu erholen.

Die Wanderung durch die Höllenschlucht Barranco del Infierno auf Teneriffa

Ein Ausflugstipp für alle Wanderer ist die berühmte Höllenschlucht Barranco del Infierno, einmal Hölle und zurück. Aber so schlimm ist diese Wanderung dann doch nicht. Für die nördlich von Adeje gelegene Schlucht benötigen sie in jedem Fall festes Schuhwerk, genügend zu trinken und ein wenig Proviant. Obwohl der Weg durch die Schlucht bereits ein wenig verbreitert wurde, ist höchstens das erste Drittel als bequem zu bezeichnen. Frühaufsteher haben es bei ihrer Wanderung bei Weitem schöner, denn ab 10 Uhr vormittags stürmen Menschenmassen die begehrte Schlucht und vorbei ist es mit der Ruhe.
Die Höllenschlucht bietet ihnen dunkle Höhlen in den Felswänden, in denen Guanchen Mumien gefunden wurden und auf eine frühe Besiedelung dieses Teils der Insel hinwiesen.

Zu Beginn der Schlucht ist es ein ziemliches Auf und Ab, danach schieben sich die Felswände immer enger zusammen und die Pflanzenvielfalt rund um den begeleitenden Bach ist atemberaubend. Solche Bergbäche sind auf Teneriffa eine Seltenheit, denn Wasser muss meist aus tiefgelegenen Basaltbecken gepumpt werden. Am Ende der Schlucht erreichen sie einen 80 Meter hohen Wasserfall, der sich in ein Basaltbecken ergießt. Im Winter sollten sie diese Wanderung vermeiden, da es bei starken Regenfällen auch zu gefährlichen Situationen kommen kann. Für diese Wanderung benötigen sie ca. 4 bis 5 Stunden, je nach Kondition der Wanderer.

2 Comments

  1. Hallo, ich war selbst ganz überrascht von Teneriffa und den vielen Wandermöglichkeiten! Dank des milden Klimas, lohnt sich jetzt schon ein Urlaub auf Teneriffa.
    Viel Spaß auf den Kanaren!

  2. Pingback: Urlaub auf Teneriffa – die Insel bietet mehr als nur Strand

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