Auslandskrankenversicherung: Das müssen Sie beachten

Auslandskrankenversicherung: Das müssen Sie beachten

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Eine Auslandsreise bedeutet nicht nur Erholung und Erweiterung des Horizonts, sie kann in einigen Fällen richtig teuer werden, wenn Krankheitsfall eintritt und kein ausreichender Krankenschutz besteht. Anders als in Deutschland, müssen Patienten im Ausland bei Behandlungen von einem Arzt oder im Krankenhaus in Vorleistung treten. Mehr noch: Verständigungsprobleme, überteuerte Gebührensätze und Ärztepfusch können zu erheblichen Problemen führen.

Gesetzliche Auslandskrankenversicherung deckt nicht alle Kosten ab

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Der Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkassen erstreckt sich über alle EU-Staaten. Aber auch für Länder, mit denen ein Versicherungsabkommen besteht; zum Beispiel: Mazedonien, Polen, Norwegen, Serbien, Türkei, Tunesien, Ungarn oder Marokko. Nicht selten werden gesetzlich versicherten Patienten im Ausland als Privatpatienten behandeln. Das heißt, bei einer Behandlung beim Arzt oder im Krankenhaus, muss der gesetzlich versicherte Patient in Vorleistung treten. Die Gebühren werden erst in Deutschland auf Antrag zurückerstattet. Zu beachten ist hier allerdings, dass die Behandlungskosten in manchen Ländern mit einem Selbstbeteiligungsbetrag verbunden sind. Aber auch die Kosten für den Rücktransport nach Deutschland werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen.

Darüber hinaus besteht kein Versicherungsschutz für Länder wie USA, Australien oder Kanada. In seltenen Fällen, wenn nachweislich keine Private Krankenversicherung den Versicherten aufnehmen möchte, besteht die Möglichkeit, dass die gesetzlichen Krankenkassen den Auslandsschutz für diese Länder anbieten.

Auslandskrankenversicherung: Zusatzschutz, der nicht teuer sein muss

Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung haben die Möglichkeit, ihren regulären Krankenversicherungsschutz durch eine private Auslandskrankenversicherung zu erweitern. Die Private Auslandskrankenversicherung kommt für alle Arzt- sowie stationäre und ambulante Krankenhauskosten. Weiter werden Zahnarztkosten für zahnerhaltende Maßnahmen wie Füllungen und teilweise auch Zahnersatz übernommen. Sollte ein Todesfall eintreten, so beteiligt sich die Auslandskrankenversicherung an Überführungskosten, gegebenenfalls an Begräbniskosten. Sollte der Versicherte auf Grund von Krankheit nicht planmäßig zurückkommen, verlängert sich der Versicherungsschutz um nochmal 90 Tage.
Aber auch hier kann es dazu kommen, dass Versicherte bei bestimmten Leistungen in Vorkasse treten müssen. Hier muss die Originalrechnung bei der zuständigen Kasse eingereicht werden, um die Kosten zurückerstattet zu bekommen.

Ein weiterer Wehrmutstropfen: Die Versicherung kann in folgenden Fällen die Leistungserfüllung verweigern:

  •   Die Auslandsreise war der Grund für eine bestimmte Behandlung
  •   Krankheiten sowie Folgeerkrankungen, die auf Unfälle durch Kriegsgeschehen oder auf aktive Teilnahmen an internen Unruhen zurückzuführen sind.
  •   Krankheiten und Unfallfolgen die vorsätzlich herbeigeführt wurden sowie Entzugs- und Entwöhnungsbehandlungen.
  •   Behandlungen von seelischen und geistigen Störungen oder Erkrankungen.

Was tun, wenn der Krankheitsfall eintritt?

In den meisten Fällen fragen die Urlauber an der Hotelrezeption nach einem behandelnden Arzt. Als Folge werden sie in der Regel an einen Privatarzt verwiesen, dessen Gebührensatz nicht selten überteuert ist und von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen wird. Hier empfiehlt es sich an die zuständige Reiseleitung zu wenden. Diese kennt in der Regel alle deutschsprachen Ärzte und Krankenhäuser in der Region.

Des Weiteren müssen alle Originalrechnungen, falls Versicherte in Vorkasse treten muss, aufbewahrt und bei der Krankenkasse eingereicht werden. Sollte eine Einweisung in die Klinik unumgänglich sein, so ist es ratsam vorher mit der zuständigen Krankenkasse Kontakt aufzunehmen. Darüber hinaus sollte der Transport ins Krankenhaus oder zu einem Arzt mit einem Taxi stattfinden. Krankentransporte sind sündhaft teuer und werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

Stolperfalle AGB

Auch wenn der gesetzliche Auslandsversicherungsschutz um eine private Auslandskrankenversicherung erweitert wurde, sind nicht alle Risiken abgedeckt. Nicht selten enthalten Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Versicherungsanbieter erhebliche Stolperfallen. In manchen Fällen schränken die Versicherungsanbieter den Leistungsumfang auf bestimmte Länder ein. Weiter können Leistungseingrenzungen im Vertrag zu erheblichen Kosten führen, wenn diese nicht von Versicherung gedeckt sind; Beispiel: Der Rücktransport wird von der Auslandskrankenversicherung entgegen der Überzeugung des Versicherten nicht übernommen. Die Folge: Der Versicherte bleibt auf den Kosten sitzen.

Auch eine Selbstbeteiligungsklausel kann zu einem Problem werden, wenn Behandlungskosten sehr hoch sind und die Versicherung nur einen Teil der Kosten erstattet.

Unter http://www.auslandstreff.de/ finden Sie weitere Informationen zu Auslandskrankenversicherungen.

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