Fluglotsen drohen mit Streik am Donnerstag

Fluglotsen drohen mit Streik am Donnerstag

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Update: Der für heute angekündigte Streik wurde abgesagt. Doch die Gewerkschaft droht Anfang nächster Woche wieder mit einem Streik !!!

Es scheint wohl unausweichlich. Die deutschen Fluglotsen planen einen Streik während der Urlaubs-und Ferienzeit.

Am kommenden Donnerstag droht uns ein bundesweiter Arbeitskampf, der auf sechs Stunden ausgelegt ist. Der Vorstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) beschloss die Arbeitsniederlegung.

Die Deutsche Flugsicherung hingegen versucht mit aller Macht den anstehenden Fluglotsenstreik mit juristischen Mitteln aus dem Weg zu schaffen.

DFS-Personalchef Jens Bergmann ließ mitteilen, dass die Forderungen der GdF stellenweise verbrecherisch sind. Aller Vorausicht nach werde man am Dienstag „einstweiligen Rechtschutz beantragen“.

Die Urabstimmung kam zum Ergebnis, dass 98,5 Prozent aller teilnehmenden Mitglieder der Gewerkschaft der Flugsicherung sich für eine Streik ausgesprochen haben.

Insgesamt arbeiten in der BRD etwa 2000 Fluglotsen. Noch weiß keiner, wieviele sich an den Aufruf halten werden.

Eines sollte jetzt schon klar sein: Legen die Fluglotsen ihre Arbeit während der Urlaubszeit nieder, sind erhebliche Behinderungen Flugverkehr vorprogrammiert. Flugzeuge werden dann am Boden bleiben und Urlauber müssen sich in Ihren Reisegebieten an Geduld üben, bisihr Flugzeug wieder Richtung Heimat abgehebt. Für eine Notdienst ist aber gesorgt, so dass wenigstens Regierungmaschine, Bundeswehr und Notärzte starten und landen können.

„Es tut uns allen leid, dass es im Tarifstreit mit der Deutschen Flugsicherung soweit hat kommen müssen“, sagte GdF-Sprecher Matthias Maas. „Aber in dieser Situation des Stillstandes ist das legale Mittel einer Gewerkschaft nun mal der Arbeitskampf.“

Im Detail verlangen die Fluglotsen eine Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent für 1 Jahr, dazu kommen nach einige Zusatzforderungen. Als Mangel wird besonders der imner höherwerdende Kostendruck genannt, der zu Lasten der Sicherheit geht. Siebers: „Auf Druck der Airlines sollen die Kosten der Flugsicherung reduziert werden.“

Deutschland verfügt hingegen über sehr komplexe Lufträume, wofür gut ausgebildetes Personal benötigt wird.

Laut Auskunft der DFS verdienen sie durchschnittlich rund 100 000 Euro im Jahr plus Wochenend- und Schichtzulagen. Also von Unterbezahlung kann nicht gesprochen werden.
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