Jobchance Urlaubsindustrie?

Jobchance Urlaubsindustrie?

- in Reisenachrichten
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Wer wöchentlich einkaufen geht, der wird feststellen, dass die Preise schleichend steigen und alles teurer wird. Alles? Nein, denn wenn man sich die Urlaubsangebote anschaut, dann wird das Verreisen immer günstiger. Der Markt hat längst entdeckt, dass des Deutschen liebstes Kind nicht mehr unbedingt sein Auto ist, seit die Benzinpreise ins Unendliche stiegen, sondern sein neustes Hobby das Reisen geworden ist. Damit werden in dieser Branche auch neue Jobs geschaffen, denn schließlich braucht ein Kreuzfahrtschiff ein Crew, wer Städtereisen anbietet, der braucht Reiseführer und es gibt auch kaum ein Hotel, dass sich während der Saison neben seinen Servicekräften, nicht mindestens einen Animateur leistet. Dazu kommen die meist selbstständig arbeitenden Surflehrer und Tauchlehrer. Aber ist es wirklich der Traumberuf, da zu arbeiten, wo andere Urlaub machen, oder überwiegt nicht doch irgendwann der Frust darüber, dass man ein morgens früh aufsteht, während die Touristen so langsam ins Bett gehen, um sich von einer Partynacht zu erholen?

Hobby oder Berufung?

Gerade bei Surf- und Tauchlehrern steht meist die Intention, das Hobby zum Beruf zu machen, hinter dem Schritt, Deutschland den Rücken zu kehren. Wer jedoch nachfragt, ob sie nun tatsächlich mehr Zeit zum Tauchen oder Surfen finden, dann sind die privaten Tauchgänge oder Momente auf dem Surfbrett eher weniger geworden. Wer jeden Tag wieder neue Anfänger ausbilden muss, die nach zwei Wochen Urlaub noch lange keine Profis sind, verliert irgendwann auch die Freude am Hobby, beziehungsweise verliert das Hobby an den Beruf. Bei Reiseführern oder Animateuren handelt es sich hingegen oft um Studenten, die über eine Jobbörse eine Tätigkeit fanden, die sie während der Semesterferien ausüben können. Gerade für die Animateure sind solche Gelegenheitsjobs, wie sie bei der Jobvermittlung angeboten werden auch eine Möglichkeit gleichzeitig Geld zu verdienen und doch etwas Urlaubsfeeling zu erhalten. Was jedoch bei den Jobbörsen auch oft verschwiegen wird ist, dass man auch als Animateur einem Job nachgeht und Leistung für das Geld, das man verdient, erbringen muss. Dass man dabei bei Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen am Strand arbeiten kann, sieht man im Job vermutlich irgendwann auch nur noch als Arbeitsplatz und nicht als Urlaubskulisse.

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